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SYLVAN BIOGRAPHIE

Die persönliche Sylvan-Geschichte vieler Fans beginnt mit "Posthumous Silence". Kein anderes Album der Band hat so viele unverbindliche "Mal-Reinhörer" sofort zu begeisterten Anhängern gemacht. Doch "Posthumous Silence" ist keineswegs ein furioses Debüt, sondern ein Meilenstein in einer langen Geschichte, die bis ins Jahr 1991 zurück reicht: Damals gründeten Keyboarder Volker Söhl, Gitarrist Kay Söhl und Drummer Matthias Harder in Hamburg eine Schülerband. Sänger und Bassist war zunächst Marko Heisig, der aber die Band schon bald wieder verließ, um sich anderen Projekten zu widmen. Als 1995 Marco Glühmann in die damals noch "Chamäleon" heißende Band einstieg, hatten Matthias Harder und die Söhl-Zwillinge endlich die charismatische Stimme gefunden, nach der sie so lange gesucht hatten. Zusammen tauften sie im Jahre 1998 die Band nach dem Waldgott Silvanus auf ihren heutigen Namen um.

Von Beginn an hatten sich die Bandgründer opulenten Kompositionen und einer epischen Erzählweise verschrieben. Und diesem Stil blieben sie auch unter ihrem neuen Namen treu. Das zeigte sich eindrucksvoll, als Sylvan 1999 ihr Debütalbum "Deliverance" veröffentlichten, bei dem fünf von acht Stücken knapp zehn Minuten oder länger dauern und entsprechend vielschichtig sind.
Angespornt von positiven Kritiken und dem Erfolg der Scheibe legten Sylvan schon im Mai 2000 "Encounters" nach, die wesentlich reifer und härter war als ihr Vorgänger. Neben zwei separaten Stücken (darunter "No way out", zu dem es auf der CD als besonderes Bonbon auch ein Video gibt) steht der aus zehn Teilen zusammengesetzte Titelsong, der sich mit dem Kreislauf des Lebens im weitesten Sinne beschäftigt.

Waren bis dahin verschiedene Bassisten nach Bedarf verpflichtet worden, machte im Frühjahr 2000 Sebastian Harnack die damalige Besetzung von Sylvan als fester "Basser" komplett – rechtzeitig zur Encounters-Tour, die sich bis ins Frühjahr 2002 erstreckte. Bereits damals begeisterten die Fünf ihr Publikum nicht nur in Deutschland, sondern auch in Holland, Frankreich, Schweden oder auch Mexiko. Ein weiterer Höhepunkt aus dieser Zeit war die Aufführung des Konzeptsongs "Encounters" als Rockballett zusammen mit dem "New Dance Project".

Im Oktober 2002 veröffentlichten Sylvan mit "Artificial Paradise" ihr drittes Album, dessen 20-minütiger Titelsong bis heute zu den absoluten Favoriten der Fans zählt. Wenn auch "Artificial Paradise" kein Konzeptalbum im strengen Sinne ist, so beschäftigen sich doch alle Songs mit dem gleichen Thema: der Oberflächlichkeit, Verlogenheit und Gier in der Gesellschaft.

Auch bei ihrem vierten Album "X-Rayed, auf der Sylvan rauer und düsterer klingen als jemals zuvor, haben die Songs eine thematische Klammer: Es geht um die Bewältigung von ganz persönlichen Schicksalsschlägen einzelner Menschen und dem Grundgedanken, wie ausgeliefert man dem Leben ist. Der Release-Party im April 2004 folgte eine umfangreiche Tour durch Deutschland und Europa.

Als im Jahr 2005 die Arbeit am fünften Studioalbum anstand, war man sich innerhalb der Band zunächst nicht einig, in welche musikalische Richtung die Reise von nun an gehen sollte. Die Einen wünschten sich, mit etwas einfacher gestrickten Songs ein breiteres Publikum anzusprechen, die Anderen brannten darauf, endlich das erste Konzeptalbum in Angriff zu nehmen. Man wurde sich nicht einig und so wurde entschieden, gleich zwei Alben zur gleichen Zeit zu komponieren. Das Jahr 2005 wurde somit zu einem der arbeitsreichsten der bisherigen Sylvan Geschichte.

Als die Fünf dann im April 2006 mit "Posthumous Silence" die erste der beiden CDs veröffentlichten, wurden sie für ihre Mühen durch die überwältigend positive Resonanz mehr als belohnt.
Der Grad der Begeisterung hat Sylvan selbst etwas überrascht, da man davon ausgegangen war, dass ein so komplexes Werk viele Hörer zunächst etwas abschrecken würde. Auch das Thema der CD – ein Vater liest im Tagebuch seiner offenbar verstorbenen Tochter und erkennt erstmals das Ausmaß ihrer Verzweiflung - wäre durchaus geeignet zu verschrecken. Stattdessen schaffen es sowohl die Musik als auch die Texte, die Hörer sofort zu fesseln und jeden auf seine Weise im Innersten zu berühren.

Damit hat "Posthumous Silence" schon geschafft, was eigentlich die Aufgabe der nächsten CD namens "Presets" sein sollte – nämlich die Musik von Sylvan einem größeren Kreis von Rockfans bekannt zu machen. Dennoch wurde auch "Presets" ein Erfolg und stellt mit seinen kürzeren und eingängigeren Liedern das perfekte Gegenstück zu "Posthumous Silence" dar.


Als dann im Frühsommer 2007 die "Presets Tour" anstand, überraschte die Band seine Zuschauer mit einem Besetzungswechsel. Anstelle von Kay Söhl übernahm kurzfristig der Hamburger Studiogitarrist Guido Bungenstock den Part an der Gitarre. Was zunächst nur nach einer Auszeit aussah, wurde nach einem halben Jahr zu einem Austritt. Im Sommer 2007 trennten sich endgültig die Wege von Kay und Sylvan.


Noch ohne einen neuen festen Gitarristen gefunden zu haben, kam es am 1. September 2007 zur ersten großen Live Aufzeichnung eines Sylvan Konzertes. Für diesen Zweck brachte SYLVAN - mit mehreren Gastmusikern und einer aufwendig produzierten Live Show - noch einmal ihr gefeiertes Konzeptalbum "Posthumous Silence" auf die Bühne. Das vielumjubelte Konzert wird ab Mitte Juli 2008 auf DVD und Doppel Live CD erhältlich sein!


Die Suche nach einem neuen festen Gitarristen dauerte bis Ende 2007. Dann jedoch stand fest, dass Jan Petersen, der schon während der "Posthumous Silence – Live Show" als Gastgitarrist auf der Bühne gestanden hatte, diesen Part in Zukunft übernehmen wird. Seit dieser Zeit ist SYLVAN wieder komplett!

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